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Wireless LAN absichern

Ungeschützt ähnelt ein Wireless LAN einer offenen Wohnungstür. Schließen Sie Ihr Funknetz deshalb sorgfältig ab. Es gibt zahlreiche Maßnahmen, die Ihr WLAN bedeutend sicherer machen können.

 

Unter anderem bieten sich folgende Schritte an:

 

weiter zu SSID schützenSSID schützen

weiter zu SSID schützenNetzwerk verschlüsseln (WEP oder WPA)

weiter zu DHCP deaktivierenDHCP deaktivieren (Anlegen fester IP-Adressen)

weiter zu Adressbereich eingrenzenAdressbereich eingrenzen

weiter zu Unbekannte Hardware aussperren (MAC-Filter)Unbekannte Hardware aussperren (MAC-Filter)

weiter zu 
                        Firewall einsetzenEine Firewall einsetzen

weiter zu Reichweite optimierenReichweite optimieren

weiter zu VPN einrichtenDie höchste Sicherheitsstufe: VPN einrichten

 

Die Einrichtung der einzelnen Schutzmechanismen wird in den folgenden Abschnitten Schritt für Schritt erklärt.

 

Zunächst gilt es, den Access Point als Sendezentrale Ihres Netzes so zu konfigurieren, dass Hackern der Weg in Ihr Netz erschwert wird. Je nach Modell, Hersteller und Preisklasse verfügen Access Points über mehr oder weniger ausgefeilte Sicherheitsvorkehrungen. Allerdings bietet jedes noch so preiswerte Modell zumindest die grundlegenden Werkzeuge, um das Funknetz in gewissem Rahmen zu schützen. Wir erklären Ihnen hier, wie Sie den Datenstrom effektiv verschlüsseln, den Netznamen auswählen, eine Firewall und VPNs einrichten und die Reichweite Ihres Netzes optimieren.

Schützen Sie Ihre SSID

Der so genannte Service Set Identifier (SSID) ist der Name, den der Administrator an sein Funknetz vergibt. Diesen Namen benötigt jeder Teilnehmer, der sich ins Netz einloggen möchte. Kaufen Sie einen Access Point, so ist werkseitig ein Netzwerkname vorgegeben. Oft ist das ein Name wie „Wireless“. Hacker kennen diese Namen und nutzen sie  natürlich als erstes, um sich in ein Funknetzwerk zu hacken. Erschweren Sie es also potenziellen Eindringlingen, indem Sie den Namen des Netzwerkes ändern.
Verbinden Sie zunächst den AccessPoint/Router per Netzwerkkabel mit der Netzwerkkarte Ihres Rechners. Sie gelangen ins Konfigurationsmenü, indem Sie Ihren Web-Browser starten und als Adresse die IP des Routers eingeben (meist eine Adresse die mit 192.168.xxx.xxx beginnt). Es öffnet sich ein Anmeldefenster. Geben Sie dort als Name und Passwort ein. Haben sie diese noch nicht geändert, sollten Sie jetzt auf jeden Fall einen neuen Namen und ein neues Passwort angeben. Beachten Sie die Groß- und Kleinschreibung, wenn Sie das Kennwort vergeben.
Gehen Sie im Hauptmenü auf den Punkt „Wireless“. Sie sehen nun im Hauptfenster den Eintrag "SSID" und danach den standardmäßig vergebenen Namen (z.B. in allen Access Points von Netgear "Wireless"). Diesen Namen ändern Sie bitte.

Markieren und löschen Sie den Eintrag. Wählen Sie hier einen Namen, der schwer zu erraten ist. Ideal ist eine wahllose Folge von Buchstaben und Ziffern mit bis zu 32 Zeichen, beispielsweise "FL8H7hJ8g543". Merken Sie sich den Netzwerknamen genau. Wenn Sie sich später ausloggen, speichert der Access Point den neuen Namen automatisch. Viele Access Points senden ständig den Netzwerknamen, damit Geräte wissen, dass sie sich in ein Netzwerk einloggen können. Bietet Ihr Access Point die Option, dann konfigurieren Sie alle Ihre Geräte, überprüfen Sie deren Funktion und schalten Sie dann "SSID Broadcast" ab. Sie wissen ohnehin, wie Ihr Netz heißt.

Kommen neue Geräte hinzu, können Sie entweder das Senden kurzzeitig wieder aktivieren oder den Netznamen manuell eintragen. Es ist außerdem wichtig, den Netzwerknamen regelmäßig zu ändern. Sollte ein Hacker bereits unbemerkt in Ihr Netz eingedrungen sein, können Sie ihn auf diesem Wege wieder vor die Tür setzen.

Netzwerk verschlüsseln

Windows XP unterstützt die WEP-Verschlüsselung (Wired Equivalent Privacy) und die WAP-Authentifiezierung mit gemeinsamem Schlüssel und TKIP-Verschlüsselung (WPA-PSK/TKIP). Der neue Drahtlosnetzwerkinstallations-Assistent von Windows XP Service Pack 2 erleichtert Ihnen die Konfiguration eines WLANs über die auf dem USB-Flashlaufwerk gespeicherten XLM-Dateien.

Mit WEP verschlüsseln

Die einfachste  Methode, das Funknetz vor ungebetenem Besuch zu schützen, ist die WEP-Verschlüsselung. WEP steht für Wired Equivalent Privacy. Access Points bieten in aller Regel eine Verschlüsselung der gesendeten Daten mit 40 oder 104Bit an. Je länger der Schlüssel, desto sicherer die Verschlüsselung. Manche Geräte erweitern den Schlüssel durch einen Initialisierungsvektor um 24Bit. Dieser generiert aus einem beliebigen Passwort einen Schlüssel. Durch den 24Bit-Vektor wird somit aus einem 40Bit- ein 64Bit-Schlüssel und aus einem 104Bit- ein 128Bit-Schlüssel.
Bevor Sie sich für eine Verschlüsselungsart entscheiden, müssen Sie feststellen, welche Schlüssellängen die Geräte in Ihrem Funknetz unterstützen. Bietet eine der Wireless-LAN-Karten nur einen 40Bit-Schlüssel, können Sie bei ihrem Access Point nurl den 40Bit beziehungsweise den 64Bit-Schlüssel anwenden. Da aber die meisten WEP-Verschlüsselungen relativ einfach zu knacken sind, raten wir auf jeden Fall dazu, nur Geräte einzusetzen die mindesten 128bit Verschlüsselung unterstützen.

Gehen Sie folgendermaßen vor, um den Schlüssel zu generieren:
Loggen Sie sich in Ihren Access Point ein und öffnen Sie die Seite für Wireless-Sicherheits-Einstellungen (z.B. Wireless Security oder Advanced). Dort befindet sich ein Menü, mit dessen Hilfe Sie die Art der Verschlüsselung und bei aktiviertem WEP die Schlüssellänge einstellen können. Stellen Sie "128-bit WEP Encryption" ein.

Bei den meisten Geräten können Sie den WEP-Schlüssel manuell erstellen oder von einem Key-Generator generieren lassen. Wollen Sie den Schlüssel per Key-Generator erzeugen, markieren Sie im Drop-Down-Menü die entsprechende Verschlüsselung. Gehen Sie dann ins Feld "Passphrase", und geben Sie dort ein beliebiges Wort ein. Drücken Sie z.B. auf "Create" oder "Generate". Nun wird aus diesem Wort automatisch ein Schlüssel generiert. Dieser ist bei 64Bit-Verschlüsselung 10 Zeichen, und bei 128Bit-Verschlüsselung 26 Zeichen lang.

Neben dem automatischen WEP-Generator können Sie meist den Schlüssel auch manuell eingeben. Wählen Sie wie zuvor die Verschlüsselungsstufe aus, die Sie anwenden möchten. Markieren Sie dann den "Key 1" und geben Sie im dafür vorgesehenen Feld eine Folge von Buchstaben und Zahlen ein. Bei einem 64Bit-Schlüssel darf diese 10 Zeichen lang sein, bei einem 128Bit-Schlüssel 26 Zeichen. Die Schlüssel dürfen aus einer beliebigen Kombination von Zahlen (0-9) und Buchstaben (A-F) bestehen.

Aktivieren Sie die WEP-Verschlüsselung (Klicken Sie z.B. auf "Save" oder "Apply"). Bei allen anderen Geräten in Ihrem Netzwerk müssen Sie nun als als Verschlüsselung WEP angeben und den erzeugten Schlüssel eintragen.

 

WEP basiert auf dem Verschlüsselungsalgorithmus RC4 und sieht eine Verschlüsselung mit 40 oder 104 Bit vor.Manche Hersteller bieten andere Schlüssellängen an, die zwar ein höheres Maß an Sicherheit bieten, aber einen entscheidenden Nachteil haben: Es handelt sich um proprietäre Entwicklungen, die die Interoperabilität der Systeme unterschiedlicher Hersteller behindern.
Bei der Shared Key Authentisierung wird eine auf WEP basierende Verschlüsselung eingesetzt: Der Access Point schickt einen Zufallstext an den Client, den dieser mit einem auf beiden Seiten bekannten Schlüssel - dem Shared Key - verschlüsseln muss. Zeichnet nun der Angreifer ein vollständiges Authentisierungsprotokoll auf, kann er sich künftig selbst authentisieren und ungehindert in das Unternehmensnetzwerk eindringen, ohne im Besitz des Schlüssels zu sein. Darüber hinaus wird bei diesem Verfahren lediglich eine einseitige Authentisierung des Clients durchgeführt: Der Access Point muss sich nicht authentisieren - was so genannte ‚Man in the Middle
Attacks', Angriffe eines falschen Servers, ermöglicht.

 

Mit WPA verschlüsseln

WPA ist das sicherere Verfahren zur Verschlüsselung, im Gegensatz zu WEP ist der Schlüssel nicht unendlich lang gültig, sondern wird nach einer Zeit automatisch gewechselt. So ist es für Hacker sehr schwierig, den derzeit korrekten Schlüssel zu entschlüsseln, so lange er gültig ist.
Loggen Sie sich in Ihren Access Point ein und gehen Sie auf die Seite der Wireless-Sicherheits-Einstellungen Dort befindet sich ein Menü, mit dessen Hilfe Sie die.Art der  Verschlüsselung einstellen können. Wählen Sie die "WPA" oder "WPA-Personal" aus, als Schlüssel wählen Sie bitte "TKIP". Geben unter "PreSharedKey" eine Folge aus 8-63 Zeichen ein. Der WPA-PreSharedKey (WPA-PSK) ist der Schlüssel, der bei allen neu in das Netz kommenden Geräten angegeben werden muß um diese zu authentifizieren.

 

Auf den ersten Blick bietet WPA im PSK-Modus somit nicht mehr Schutz als WEP. Auch hier gibt der Nutzer beim Einbuchen in das Funknetz einen Preshared Key - den Master Key - ein. Spioniert ein Angreifer diesen Schlüssel aus, kann er sich jederzeit Zugang verschaffen.
Allerdings kann man sich mit Preshared key lediglich Authentifizierung, aber nicht den Verkehr der anderen Teilnehmer abhören.Weiterhin ist das Ausspionieren des Schlüssel durch reines Abhören des Funkverkehrs wesentlich schwieriger.

 

Zur Aktivierung von WPA an den WLAN-Adaptern gehen Sie Sie über "Start", "Systemsteuerung", (und ggf. "Netzwerk- und Internetverbindungen", wenn das Anzeigen der Systemsteuerung in der Kategorieansicht erfolgt) zu den "Netzwerkverbindungen", dort machen Sie einen Rechtsklick auf die "Drahtlose Netzwerkverbindung" und wählen "Eigenschaften" aus. Gehen Sie in das Register "Drahtlose Netzwerke" und wählen Sie das verfügbare WLAN au. Klicken Sie auf den Button "Eigenschaften". In diesem Fenster können Sie die Netzwerkauthentifizierung auf WPA-PSK (WPA-PreSharedKey) umstellen. Geben Sie den Netzwerkschlüssel zweimal ein und bestätigen Sie die Einstellungen. Gehen Sie bei den anderen WLAN-Clients genau so vor.

Für den Einsatz in Unternehmensnetzen wartet WPA mit einer deutlich verbesserten Benutzerauthentifizierung auf: Im Enterprise Mode wird die Authentisierung eines Clients zusätzlich zu 802.1x und EAP über einen Authentifizierungsserver - meist ein RADIUS Server - vorgenommen.WPA unterstützt dabei zahlreiche Authentifizierungsmethoden wie Transport Layer Security (TLS), Tunneled Transport Layer Security (TTLS) oder auch das Protected Extensible Authentication Protocol (PEAP).


DHCP deaktivieren (Anlegen fester IP-Adressen)

Durch das Abschalten des DHCP-Servers wird es einem ungebetenem Wireless-Client  ebenfalls erschwert, sich in das Netzwerk einzuwählen.  DHCP ist ein Protokoll zur dynamischen IP-Adressvergabe für Clients über einen zentralen DHCP-Server. Beim Anmelden am Netzwerk erhalten die einzelnen Geräte also von diesem Server automatisch eine gültige IP-Adresse übermittelt. Ist der DHCP-Server abgeschaltet, muß ein ungebetener Besucher zuallererst den gültigen Adressbereich kennen.

Zur Vergabe von  statischen IP-Adressen für alle Rechner im Netzwerk gehen Sie Sie über "Start", "Systemsteuerung", (und ggf. "Netzwerk- und Internetverbindungen", wenn das Anzeigen der Systemsteuerung in der Kategorieansicht erfolgt) zu den "Netzwerkverbindungen". Klicken Sie Ihre Wireless-Verbindung mit der rechten Maustaste an, und wählen Sie den Menüpunkt "Eigenschaften". Damit gelangen Sie zu den Einstellungen der Netzwerkkomponente. Markieren Sie den Eintrag "Internetprotokoll TCP/IP" und klicken Sie auf "Eigenschaften".
Markieren Sie "Folgende IP-Adresse verwenden:" und tragen Sie im Feld "IP-Adresse" 4 mal eine dreistellige Zahl ein. Diese Ziffernfolge sollte bei privaten Netzen in folgenden Bereichen liegen:
zwischen 10.0.0.0 und 10.255.255.255, zwischen 172.16.0.0 und 172.31.255.255 oder zwischen 192.168.0.0 und 192.168.255.255 . Entscheiden Sie sich für einen der Bereiche und vergeben Sie allen Rechner in Ihrem Netzwerk eine andere, eindeutige Adresse aus diesem Bereich. Im Feld Subnetzmaske tragen Sie 255.255.255.0 ein.
Verwenden Sie einen Internetrouter, tragen Sie im Feld "Standardgateway" dessen Adresse ein. Bei vielen Geräten ist das 192.168.0.1. Sind Sie nicht sicher, sehen Sie im Handbuch Ihres Routers nach. Bestätigen Sie Ihre Eintragungen mit "OK". Führen Sie diese Einstellungen für jeden Rechner durch. Notieren Sie sich alle Adressen, die Sie vergeben haben. Sie benötigen diese später, um z.B. eine Firewall zu konfigurieren.

 

Adressbereich eingrenzen

Besitzt der Accesspoint/Router eine interne Firewall, können Sie meist einzelne Rechner oder ganze Adressbereiche aus Ihrem Netzwerk ausschließen. Verwenden Sie beispielsweise nur Adressen aus dem 192.168.xxx.xxx-Bereich, können Sie alle anderen Adressbereiche aussperren. Damit weist Ihre Firewall Eindringlinge mit dieser IP-Adresse automatisch ab.

Unbekannte Hardware aussperren (MAC-Filter)

Eine weitere Möglichkeit, unerwünschte Gäste vom Zugriff auf das eigene WLAN zu hindern, besteht darin, fremde MAC-Adressen auszusperren. MAC steht für Media Access Control. Diese Adresse ist auf allen Netzwerkkarten, USB-Adaptern oder anderer Netzwerperipherie aufgedruckt. Sie ist gewissermaßen die Identifikationnummer des Gerätes. Lassen Sie also nur Hardware auf Ihr Netz zugreifen, deren MACAdresse Sie kennen.

Bei vielen Access-Points werden die MAC-Adressen der verbundenen Geräte angezeigt, Sie können die Adressen also auch dort ermitteln.
Wissen Sie trotzdem nicht, welche MAC-Adresse ein bestimmtes Gerät hat, hilft ein Trick weiter. Verwenden Sie Windows XP, öffnen Sie die "Eingabeaufforderung" (über "Start", "Programme" und "Zubehör"). Geben Sie am Prompt "ipconfig -all" ein, und drücken Sie die "Enter"-Taste. Nun zeigt XP die Netzwerkeinstellungen des Rechners an. In der Zeile "Physikalische Adresse" finden Sie die MAC-Adresse Ihrer Netzwerkkomponente.

Bringen Sie die MAC-Adressen aller im Funknetz befindlichen Geräte in Erfahrung,
Gehen Sie nun auf die Seite des Access Points, auf der Sie den "Access" filtern können . Dort können Sie nur Ihren Geräten den Zugang zum Access Point erlauben. Aktivieren Sie den MAC-Adressen Filter und geben Sie die MAC-Adressen aller Geräte in die freien Felder ein. Oft ist es auch möglich, die zu diesem Zeitpunkt mit dem Access Point verbundenen Geräte über eine Menü-Funktion in die vorhandenen Felder zu kopieren. Die typische MAC-Adresse besteht aus 12 Ziffern mit Doppelpunkten nach jeweils zwei Stellen.

Speichern Sie Ihre Einstellungen, sobald Sie alle Adressen eingegeben haben. Besteht Ihr Funknetz aus mehr Teilnehmern als Sie eintragen können, müssen Sie leider auf den MAC-Filter verzichten.


Bedenken Sie, dass sich MAC-Adressen von Geräten durchaus ändern lassen. Zu diesem Zweck stehen im Internet diverse Hacker-Tools zum Download zur Verfügung. Es ist deshalb durchaus möglich, dass ein Hacker seiner WLAN-Karte eine MAC-Adresse gibt, die Sie zuvor freigegeben haben. Sei es, dass er per Software in Ihr Netz eindringt und die MAC-Adressen stiehlt oder einfach in Ihrem Büro die Adressen von den Geräten abschreibt. Profi-Hacker lassen sich durch den MAC-Filter somit nicht aufhalten. Dennoch ist er ein weiterer Baustein auf dem Weg zum sicheren Funknetz, denn der Aufwand, um Ihr Netz zu knacken, steigt weiter.

Eine Firewall einsetzen

Mit Hilfe einer Firewall können Sie den Zugriff auf Ihr Netzwerk und das Internet einschränken. Weiterhin erkennen Sie sofort, wenn ein Hacker über das Internet versucht, sich in Ihr Netz einzuklinken.

Verwenden Sie Windows XP, müssen Sie zunächst die integrierte Firewall deaktivieren, bevor Sie eine Firewall auf Ihrem Rechner installieren. Hat Ihr Router eine integrierte Firewall, benutzen Sie diese. In diesem Fall könnenSie die Firewall von Windows auch aktiviert lassen.

Möchten Sie die Windows-Firewall abschalten, gehen Sie folgendermaßen vor: Unter "Start", "Systemsteuerung", (und ggf. "Netzwerk- und Internetverbindungen", wenn das Anzeigen der Systemsteuerung in der Kategorieansicht erfolgt) bitte die "Netzwerkverbindungen" öffnen. Klicken Sie dort mit der rechten Maustaste auf die erste aufgeführte Netzwerkverbindung. Wählen Sie im Kontextmenü den Punkt "Eigenschaften", und gehen Sie auf den Reiter "Erweitert". Stellen Sie hier sicher, dass die Checkbox bei "Internetverbindungsfirewall" nicht markiert ist.

Vergeben Sie nun in den Einstellungen Ihrer Firewall die Zugangsrechte für alle Rechner Ihres Netzwerks.

 

Der Schutz, den eine Firewall bietet, kann auf verschiedene Weise überwunden werden. Ist beispielsweise ein Rechner mit der Adresse 192.168.132.10, den Sie zuvor freigegeben haben, ausgeschaltet, kann ein anderer Rechner Zugang zu Ihrem Netz bekommen, der eben diese Adresse trägt. Weiterhin gibt es verschiedene Hacker-Tools, die zahlreiche Web-Adressen durchprobieren, um eine zugelassene Adresse zu finden und sich so Zugang zu einem Netz zu verschaffen. Dennoch ist eine Firewall ein weiterer, sinnvoller Stolperstein für jeden Hacker, denn Sie erhöht den Aufwand, in Ihr Netz zu gelangen.

Reichweite optimieren

Dieser Tipp mag auf den ersten Blick banal erscheinen, ist aber dennoch sehr wirkungsvoll. Sendet Ihr WLAN über Ihr Bürogebäude hinaus, kann ein Hacker weitab vom eigentlichen Ziel sein Unwesen treiben. Je besser Sie die Reichweite auf das angestrebte Zielgebiet beschränken, desto kleiner die Gefahr, dass ein Hacker das Signal auffängt und in Ihr Netz eindringt.
Ist Ihr Funknetz eingerichtet, kontrollieren Sie, wie weit es sendet. Gehen Sie mit einem Notebook, das über eine WLAN-Karte verfügt, um Ihr Haus oder Bürogebäude und kontrollieren Sie, ob und wo Ihr Netz zu empfangen ist. Auch innerhalb des Gebäudes sollten Sie sicherstellen, dass Ihr Funknetz nur dort zu erreichen ist, wo es erreichbar sein soll.
In vielen Gebäuden sind WLANs auch in Bereichen zu empfangen, die nicht Teil des Netzes sein sollen. Gehen Sie deshalb mit dem Notebook auch im Gebäude herum, besonders auch in die Stockwerke über und unter Ihrem Access Point.
Positionieren Sie anschließend Ihren Access Point so, dass möglichst kein Signal mehr nach außen dringt. Sind Antennen im Betrieb, richten Sie auch diese so aus, dass sie möglichst nicht nach außen senden. Es ist sicherlich das kleinere Übel, wenn Ihr Netzwerk in einer Ecke des Büros nicht zu empfangen ist, als die halbe Nachbarschaft zu bestrahlen.
Schalten Sie Ihr WLAN immer ab, wenn Sie es nicht benötigen. Das gilt natürlich vor allem nachts, an Wochenenden oder während des Urlaubs. Das spart Strom und nimmt dem Hacker die Chance, im Dunkel der Nacht im Auto vor Ihrem Bürohaus Ihre Daten auszuspionieren.

Die höchste Sicherheitsstufe: VPN einrichten

 

Alle bisher vorgestellten Schutzmaßnahmen können Hackern das Leben sehr schwer machen. Allerdings stellen Sie keine unüberwindlichen Hindernisse dar, wenn der Eindringling Hartnäckigkeit sowie die nötige Soft- und Hardware besitzt. Virtual Private Networks sind im Gegensatz dazu kaum zu knacken und stellen damit den höchstmöglichen Schutz für Ihr Funknetz dar.
Allerdings haben VPNs zwei Nachteile:

  • Ein VPN lässt sich nur in Server-basierten Netzwerken einrichten

  • Ein VPN ist nicht mit wenigen Mausklicks aufzubauen, sondern erfordert einen erheblichen Konfigurationsaufwand.

Was genau ist ein VPN? Ein VPN ist als abgeschotteter „Tunnel“ zwischen Rechnern zu verstehen, durch den die Datenströme fließen. Dabei kommen spezielle Netzwerkprotokolle zum Einsatz, die die Daten verschlüsseln. Um ein VPN einzurichten, benötigen Sie zunächst einen Server, auf dem Windows 2000 oder XP installiert ist. Die normalen Einzelplatz-Versionen dieser Betriebssysteme erlauben nur einen einzigen Client, die Server-Versionen dagegen bis zu 256. Auf dem Server sollte also möglichst die Server- Version des Betriebssystems installiert sein.
Um die im Folgenden benötigten Einstellungen vorzunehmen, müssen Sie über Administratorrechte verfügen.

Zunächst konfigurieren Sie den Server – in unserem Beispiel ist das ein Windows-2000 Server. Dazu gehen Sie über "Start", "Programme" und "Verwaltung" zum Menüpunkt "Routing und RAS". Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Server, und wählen Sie aus dem Kontextmenü den Punkt "Routing und RAS konfigurieren und aktivieren". Ein Setup-Assistent öffnet sich. Klicken Sie auf "Weiter" und markieren im nächsten Fenster den Punkt "VPN-Server". Drücken Sie auf "Weiter". Bestätigen Sie, dass das Netzwerkprotokoll TCP/IP auf den Clients und dem Server installiert ist. Die folgende Macintosh-Gastauthentifizierung aktivieren Sie, wenn Apple-Rechner in Ihrem Netzwerk vorhanden sind.
Im Fenster "Internetverbindungen" legen Sie die gewünschte Internetverbindung fest. Wählen Sie hier die "WLAN-Funkverbindung", und klicken Sie auf "Weiter". Als nächstes geben Sie die Schnittstelle an, über die das LAN mit dem Funknetz verbunden wird. Es folgt die IP-Adressierung der VPN-Clients. Ist der DHCP-Service des Servers aktiviert oder verfügen Sie über einen anderen DHCP-Server, wählen Sie hier bitte "Automatisch". Ist das nicht der Fall, markieren Sie "Aus einem angegebenen Adressbereich" und übernehmen Sie die Einstellung mit "Weiter". Klicken Sie auf "Neu". Geben Sie unter "Start-IP-Adresse" die erste freie IP-Adresse aus dem Bereich Ihres Netzwerks ein, z.B. "192.168.000.020". Die letzte IP-Adresse wäre dann "192.168.000.120". Somit ständen Ihnen 101 IP-Adressen zur Verfügung, die Sie an Ihre Clients vergeben können. Übernehmen Sie die Einstellungen mit "Weiter". Abschließend entscheiden Sie, ob Sie das Tool "RADIUS" einrichten möchten, mit dem Sie mehrere Server zentral verwalten können. Besitzen Sie nur einen Server, markieren Sie "Nein" und klicken auf "Weiter". Damit haben Sie den VPN-Server erfolgreich konfiguriert.

Als nächstes erteilen Sie Einwahlberechtigungen für alle Nutzer. Gehen Sie über "Start" und "Verwaltung" in die "Computerverwaltung". Markieren Sie dort unter "Lokale Benutzer und Gruppen" den Punkt "Benutzer". Damit gelangen Sie zu dem Menü, in dem Sie die Benutzereinstellungen vornehmen. Doppelklicken Sie im rechten Fenster auf den ersten Benutzer "Administrator", und wählen Sie den Reiter "Einwählen". Markieren Sie den Menüpunkt "Zugriff gestatten", klicken Sie auf "Übernehmen" und anschließend auf "OK". Verfahren Sie für alle weiteren Benutzer auf gleiche Weise.
Richten Sie nun die Clients ein. Melden Sie sich beim ersten Client als Administrator an. Öffnen Sie über "Start", "Systemsteuerung", (und ggf. "Netzwerk- und Internetverbindungen", wenn das Anzeigen der Systemsteuerung in der Kategorieansicht erfolgt) bitte die "Netzwerkverbindungen". Im folgenden Fenster richten Sie die Verbindung zum Server ein. Klicken Sie unter Netzwerkaufgaben auf "Neue Verbindung erstellen". Wählen Sie "Verbindung mit dem Netzwerk am Arbeitsplatz herstellen", und klicken Sie auf "Weiter". Wählen Sie "VPN-Verbindung" und klicken Sie auf "Weiter". Geben Sie den Namen Ihres Netzwerks an. Nach einem weiteren Klick auf "Weiter" könne Sie nun die IP-Adresse Ihres VPN-Servers eingeben, z.B. "192.168.0.1". Bestätigen Sie diese mit "Weiter", markieren Sie im nächsten Fenster den Eintrag "Eigene Verwendung", und vergeben einen eindeutigen Namen für die Verbindung. Verfahren Sie bei jedem Client auf gleiche Weise.
Um von einem Rechner aus eine VPN-Verbindung herzustellen, gehen Sie Sie über "Start", "Systemsteuerung", (und ggf. "Netzwerk- und Internetverbindungen", wenn das Anzeigen der Systemsteuerung in der Kategorieansicht erfolgt) bitte die "Netzwerkverbindungen" auf den Menüpunkt "Virtuelle private Verbindung". Geben Sie im folgenden Fenster Ihren Benutzernamen und Ihr Kennwort ein, und klicken Sie auf "Verbinden". Damit ist das Virtual Private Network konfiguriert.

 

Ein VPN ist nicht nur für eine Wireless-Verbindung interessant. Man kann über diese Art auch externe Rechner über das Internet mit einem Heim- oder Firmennetzwerk verbinden.
Wollen Sie über das Internet auf Ihr VPN zugreifen, benötigen Sie einen Rechner mit Internetanschluss. Der Server muss über eine statische IP-Adresse verfügen. Dann lässt sich über jeden Browser per Internet Kontakt mit Ihrem Netzwerk aufnehmen.
DSL-Business-Angebote enthalten im Gegensatz zu Privatkunden-Angeboten oft eine solche statische IP-Adresse.

 

 

 

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