Leistung und Taktfrequenz
Leistung und Taktfrequenz eines Prozessor stehen in
einem direkt proportionalen Verhältnis zueinander.
Verdoppelt man die Taktfrequenz, verdoppelt sich auch
die Leistung des Prozessors. Dies gilt natürlich
nur für
die CPU, nicht für
das Komplettsystem. Das System selbst läuft mit
der Geschwindigkeit des Front-Side-Bus. Dieser Takt
steuert z.B. die Anzahl der Zugriffe auf den RAM
oder auf andere, periphere Geräte. Die Taktfrequenz
des Front-Side-Bus ist jedoch wiederum vom eingesetzten
Prozessor abhängig.
Die ersten CPUs liefen mit wenigen Kilohertz, heute
ist man in Bereichen über 3500 Megahertz
angelangt und in Labors versucht man sich an der
5 Gigahertz-Grenze.
Einige Entwicklungsstufen von Intel-kompatiblen Mikroprozessoren:
| CPU |
Jahr |
Taktfrequenz |
Transistoren |
ansprechbarer RAM |
|---|---|---|---|---|
| 8086 |
1978 |
4,77 MHz |
5000 |
1 MB |
| 286 |
1982 |
10 MHz |
150 000 |
16 MB |
| 386 |
1986 |
25 MHz |
500 000 |
4096 MB |
| 486 |
1989 |
66 MHz |
2 Mio. |
4096 MB |
| Pentium |
1993 |
133 MHz |
3,8 Mio. |
4096 MB |
| Pentium III |
1998 |
800 MHz |
7,5 Mio. |
65536 MB |
| AMD Athlon XP |
1999 |
1000 MHz |
22 Mio. |
65536 MB |
| Pentium IV |
2001 |
1500 MHz |
32 Mio |
65536 MB |
Auch die Anzahl der Transistoren und das gesamte Prozessordesign
beeinflusst selbstverständlich die Leistung. Größerer
L1- und L2-Cache können einen Prozessor ebenfalls
beschleunigen. Neu Technologien führen zu immer
effizienteren Prozessoren. So führen Technologien
wie die Intel® NetBurst™ Mikroarchitektur
zu einer verbesserten Performace des Prozessors, ohne
den Takt zu erhöhen.
Natürlich ist es nicht möglich, den Prozessortakt
beliebig zu erhöhen. Je größer der
Takt, desto höher die Abwärme des Prozessors.
Diese Abwärme entsteht durch die Verlustleistung,
verusacht durch Leckströme im Prozessorkern(Die).
Deshalb versuchen die Ingenieure die Gatelänge
der Transistoren immer weiter zu verkleinern, das Die
zu "shrinken". Man definiert anhand der Gatelänge
die Fertigungstechnik des Prozessors, man spricht z.B.
von der Herstellung des Prozessors in 0,18µm
oder 0,13µm Technologie. Zur Zeit wird in der
Industrie der Schritt zur 0,08µm-Technologie
vollzogen, die Fertigungstechniken wandern damit erstmals
in den Nanometerbereich. Generell kann gesagt werden:
Je kleiner die Gatelänge der Transistoren, desto
geringer die Verlusleistung, desto höhere Taktfrequenzen
sind möglich.
Intel ist allerdings mit den Spitzenmodellen seiner Pentium 4 Serie inzwischen an eine Grenze gestoßen, wo eine weitere Erhöhung der Taktfrequenz nur noch unter sehr großen (und damit sehr teuren) Anstrengungen möglich ist. Es werden neue Wege gesucht. Ein Ansatz ist das Design der Prozessoren der neuen Pentium 4 M Serie. Zwar hat man bei diesen Prozessoren beim Wechsel vom Banias - zum Dothan- Kern den Kern weiter geshrinkt, versucht aber gleichzeitig durch Optimierung des Prozessordesigns eine höhere Rechenleistung bei niedrigeren Taktfrequenzen zu erzielen. Die angesprochenen Prozessoren laufen bei Taktfrequenzen zwischen 600 und 2000MHz, sind in ihrer Leistung aber mit den Spitzenmodellen der Pentium 4 Serie mit etwa 3400MHz vergleichbar.
Dieser Artikel:
Einleitung![]()
RISC und
CISC![]()
Der
Prozessorcache![]()
Leistung
und Taktfrequenz
Erweiterungen
des Prozessorbefehlssatzes![]()
Hyperthreading ![]()
Leistung
und Kühlung![]()
Sockeltypen![]()
Desktop-,
Server und Mobil-Prozessoren
Intel-Prozessoren
AMD-Prozessoren![]()
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