Leistung und Kühlung
Computer-Chips bestehen zum größten Teil
aus Silizium. Silizium ist ein Halbleiter, man kann
daraus elektrische Bauteile wie Transistoren herstellen.
Silizium gewinnt man aus Siliziumdioxid (SiO2). Der
Prozess der Gewinnung von absolut reinem Silizium ist
extrem zeit- und energieaufwändig und deshalb
teuer. Der erste Schritt ist die Gewinnung von Silizium-Walzen
mit 15 bis 35 cm Durchmesser. Diese werden in Scheiben
(Wafer)geschnitten. Mithilfe von Chemikalien und UV-Bestrahlung
werden die Schaltelemente in die Wafer geätzt.
Auf einem Wafer entstehen so viele einzelne Dies(CPU-Kerne).
Moderne CPUs bestehen nicht mehr nur aus Silizium.
Einige Bauteile, die nur zum Strom-Transport dienen,
bestehen aus besser leitendem Kupfer.
Die Strukturgrößen auf den Chips werden
immer kleiner, seit Anfang 2004 beträgt die Gate-Länge
bei Transistoren ca. 90 nm. Bei diesen kleinen Dimensionen
kommt es zu immer stärkeren Leck-Strömen,
die Verlustleistung steigt somit überproportional
an. Mittlerweile ist die Wärmeabgabe eines Dies
(pro Flächeneinheit) deutlich höher als die
einer Herdplatte.
Zwischen den einzelnen Wafern gibt es Qualitätsunterschiede.
Um nun immer schnellere und höher getaktete Prozessoren
auf dem Markt zu bringen, müssen die Ingenieure
und Techniker der Prozessorhersteller Methoden entwickeln,
die Qualität der Wafer zu steigern. Daher unterscheiden
sich die einzelnen Modelle einer Prozessorreihe in
der Herstellungsqualität, die als Stepping angeben
wird. Je besser dieses Stepping ist, desto größer
sind die Möglichkeiten einen Prozessor zu übertakten.
Überschreitet ein Prozessor seine Maximaltemperatur läuft er nicht mehr stabil. Es entsteht aber dann noch kein bleibender Schaden. Erreichen Teile des Prozessors die Grenze von 120° veraendert sich die Kristallstruktur des Siliziums. Die Folge sind dann bleibende Schäden am Prozessor.
Um dem entgegenzuwirken werden für heutige Prozessoren eine Vielzahl von Kühlern angeboten. Moderne Kühler bestehen aus einem Kühlkörper und einem Lüfter. Um besonders leise zu arbeiten können die Kühlkörper auch mit Wasser gekühlt werden. Der erste serienmäßige PC mit Wasserkühlung ist das Spitzenmodell des Apple G5.
Dieser Artikel:
Einleitung![]()
RISC und
CISC![]()
Der
Prozessorcache![]()
Leistung
und Taktfrequenz
Erweiterungen
des Prozessorbefehlssatzes![]()
Hyperthreading ![]()
Leistung
und Kühlung![]()
Sockeltypen![]()
Desktop-,
Server und Mobil-Prozessoren
Intel-Prozessoren
AMD-Prozessoren![]()
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