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Erweiterungen des Prozessorbefehlssatzes

Um die Leitung zu optimieren führte erst Intel, später aber auch AMD, eigene Erweiterungen des Prozessorbefehlssatzes ein. Die erste dieser Erweiterungen, MMX (Multi Media eXtension) wurde ab 1997 von Intel in die Pentium-CPUs integriert. AMD entwickelte seinerseits für den K6-III die 3Dnow!-Technologie, die ebenfalls Multimedia-Anwendungen und Spiele beschleunigen sollte. Selbstverständlich übernahm Intel 3Dnow! nicht, Die Programmmierer mußten also ihre Anwendungen für beide Systeme optimieren. Für AMD war es deshalb ein langer Weg, seine Prozessoren und Technologien im Markt zu etablieren.

Im Pentium-III kam SSE (Streaming Single Instuction Multiple Data Extensions) dazu, was besonders Internet-Anwendungen beschleunigen sollte (SSE ist der einzige Unterschied in der Architektur von Pentium-II und III). Mit der SSE-Technologie eliminirte man auch eine alte Schwäche der Intel-Fließkommaeinheit (FPU), die dazu führte, dass spezielle Operationen wie Nulldivisionen oder Berechnungen, bei denen das Ergebnis keine sinnvolle Zahl (englisch Not a Number, NaN) oder Unendlich ist, auf der FPU des Pentium 4 bis zu 950 (!) Mal länger brauchen als auf dem AMD Athlon. Das Problem ließ sich nun umgehen, indem man für Fließkommaberechnungen konsequent die SSE-Einheit benutzte.

AMD hingegen optimierte für seine Athlon-Prozessoren die inzwischen etablierte 3Dnow! Technologie. Im Oktober 2001 veröffentlichte AMD dann das erste Athlon XP Modell mit einer Taktrate von 1333 Mhz, mit diesen Prozessoren wurde als Antwort aud SSE2 der 3DNow! Pro(fessional oder 3DNow!+) Befehlssatz eingeführt. Gleichzeitig wurden durch ein Abkommen mit Intel erstmals die SSE-Befehlssätze in eine AMD-Prozessor impementiert (3DNow! Pro enthält Intels SSE1-Befehle).

Für den Pentium 4 wurde von Intel der Prozessorchip ein weiteres Mal völlig neu entworfen. Man führte einen neuen Sockel (anfangs den Sockel 423, später den Sockel 478) und neben der MMX- und SSE-Technologie zusätzliche Befehlserweiterung SSE2 ein. Die SSE2-Erweiterung wurde von AMD in alle Athlon 64- und Opteron-Prozessoren implementiert.

Am 1. Februar 2004 führte Intel einen neuen P4-Kern mit Codenamen Prescott ein. Der Kern wurde zum ersten Mal in einem 90-Nanometer-Prozess gefertigt, und unterstützt einen um 13 neue Befehle erweiterten SSE3 Befehlssatz.

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