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Das BIOS

Das BIOS (Basic Input/Output System) ist eine Software, die früher als Schnittstelle zwischen der Hardware und dem Betriebssystem eines PCs sowie anderer Computer genutzt wurde. Mittlerweile wird es nur noch beim Booten des Rechners verwendet.
Das Betriebssystem greift beim Start also nicht direkt auf die Hardware zu, sondern sendet die Anfrage an das BIOS, welche sie abarbeitet.


weiter zu Intel Pentium I 60 und 66 MhzDual Bios

weiter zu Intel Pentium I 60 und 66 MhzBios-Update (Flashen)

weiter zu Intel Pentium I 60 und 66 MhzFehler beim Flashen (wenn mal schiefgeht...)


Bei jedem Bootvorgang wird als erstes das BIOS initialisiert und ein Selbsttest (POST, Power On Self Test) durchgeführt. Anschließend werden die BIOS-Routinen abgearbeitet und die Hardware initialisiert. Hierzu gehört z.B. das Verteilen der Interrupts, das Prüfen des RAMs und das Erkennen der Laufwerke. Außerdem werden alle Funktionen des Chipsatzes so bereitgestellt, wie sie im BIOS-Setup konfiguriert wurden. Sind alle Routinen erfolgreich abgearbeitet, wird versucht ein Betriebssystem zu laden.

Dual-Bios

Dual-Bios ist ein Feature, dass von der Firma Gigabyte entwickelt wurde und erstmals 1999 im GA-BX2000 zum Einsatz kam, und seitdem standardmässig installiert ist. Ziel dieser Technologie ist es, das Bios vor Löschung oder Zerstörung zu schützen. Dies wird erreicht, indem 2 Bios-Bausteine auf dem Mainboard verbaut werden. Der erste Baustein wird "Primary Bios" genannt, der zweite "Secondary Bios" oder auch "Hot Spare". Fällte das primary Bios aus, egal aus welchem Grund (missglücktes Flashen, Virus, physikalischer Defekt etc.), kann das System ohne Zeitverzögerung vom zweiten Bios-Baustein gestartet werden.

 

Bios-Update (Flashen)

In das BIOS werden bei Auslieferung des Mainboards schon viele Daten vorprogrammiert. Trotzdem kann es vorkommen, dass neue Hardware vom BIOS nicht erkannt wird, in diesem Fall muß das Bios aktualisiert werden. Beim Update-Vorgang wird durch elektrische Pulse das BIOS zunächst gelöscht und dann neu programmiert.
Zu Beginn sollte Bioshersteller und Version ermittelt werden. Dies ist meist durch Aus- oder Ablesen der BIOS-ID-Nummer (am BIOS Startbild unten links) möglich. Weitere Hinweise zum BIOS gibt es meist in der Dokumentation des Mainboards.
Sollte es eine neuere Biosversion geben, kann man diese meist incl eines passenden Flashprogramms auf der Website des Mainboardherstellers herunterladen. Das Flash-Programm bietet meist auch die Möglichkeit der Sicherung des alten BIOS. Manchmal kann es sinnvoll sein, ein von Dritten modifiziertes BIOS (z.B. von http://www.biosmods.com) zu verwenden, um sonst nicht zugängliche Optionen (wie das Abschalten von ACPI etc.) zu erhalten. Natürlich ist die Gefahr hier sehr gross, ein "defektes" BIOS zu flaschen und seinen Rechner damit in einen unbrauchbaren Zustand zu versetzen.

Zusätzlich sollten sich unerfahrene User die Einstellungen im BIOS notieren, nichts ist ärgerlicher als eine verloren gegangene BIOS-Optimierung. Ist im BIOS oder auf dem Board ein Programmier-Schutz eingeschaltet, muss dieser natürlich deaktiviert werden. Genauso die Cache-Einstellungen der CPU. Das Flashen sollte nicht von Windows oder von der CMD(DOS)-Box aus durchgeführt werden. Wer keine treiberfreie Boot-Diskette parat hat, findet passendes unter http://www.bootdisk.com. Der Flashvorgang darf unter keinen Umständen unterbrochen werden!
Auf die erstellte Boot-Diskette wird nun noch das Flash-Programm und das (entpackte!) BIOS-File kopiert - fertig. Nun kann man von der Diskette booten und dann gemäß der Anleitung(!) des Flash-Programms die Sicherung des alten BIOS und die Neuprogrammierung durchführen. Nach erfolgreichem Flashen muss das System mit Reset neu gestartet werden. Dann geht man erneut in das BIOS und nimmt alle nötigen Einstellungen vor; außerdem sollte der Schreibschutz wiederhergestellt werden.

Fehler beim Flashen (wenn mal schiefgeht...)

Leider kann beim Flashen auch mal etwas schief gehen, z.B. durch das verwenden der falschen BIOS-Datei, oder durch Stromausfall etc. Solange das System noch ansprechbar ist (also noch ein DOS-Prompt vorhanden ist), kann man den Flash-Vorgang einfach wiederholen oder das alte (hoffentlich gesicherte!) BIOS aufspielen. Wurde allerdings während des Flash-Vorgangs abgebrochen, wird das System normalerweise in einem nicht boot-fähigen Zustand zurückgelassen. Hier gibt es eine Notfallprozedur, die man ausprobieren sollte: Die meisten BIOS-Chips verfügen über einen Notbereich, der beim Flashen nicht überschrieben wird. Also, wenn sich beim Einschalten des Rechners noch etwas tut, baut man sich an einem anderen Rechner eine Flash-Diskette und flasht das BIOS blind (evtl. vorher die Tastenkombinationen notieren.

Eine weitere Notlösung sieht das AMI- und Phoenix-BIOS vor. Wenn das Flashen nicht geklappt hat und der Rechner abwechselnd einmal piepst und auf das Disketten-Laufwerk zugreift, ist noch nicht alles verloren: man nehme eine formatierte Diskette und kopiere ein passendes BIOS-File darauf. Dieses benennt man dann in AMIBOOT.ROM um. Diese Diskette legt man ein und startet dann den Rechner. Die Diskette wird gelesen (eventuell muss man nach dem Rechner-Start die Tasten 'Strg' ('Ctrl') und 'Pos1' ('Home') festhalten), danach sollte der Rechner 4x piepen und anschliessend automatisch neu booten (falls nicht: Rechner ausschalten, kurz warten und wieder einschalten); dieses Vorgehen dauert etwa 20s, wärenddessen bleibt der Bildschirm schwarz. Nach dem neuen Booten sollte das System wieder ansprechbar sein, und man kann im BIOS die Defaults laden und anschliessend seine Einstellungen vornehmen.

Auch das Award-BIOS bietet manchmal solch einen Notanker. Dazu kopiert man die zu flashende BIOS-Datei (Bsp.: 123xyz.bin) und das entsprechende Flash-Tool (awdflash.exe) auf eine DOS Start-Diskette. In die Datei autoexec.bat kommt dann ausschliesslich die Zeile "awdflash.exe 123xyz.bin /py /sn", die dann hoffentlich beim Start automatisch aufgerufen wird. Geschieht dies, wird das EEPROM ohne Rückfrage neu beschrieben.

Andere Boards (z.B. einige von Intel oder Fujitsu-Siemens) haben evtl. einen BIOS-Recovery-Jumper und laden so im Notbetrieb ein BIOS von einer Diskette. Wie das geht steht dann im jeweiligen Handbuch zum Mainboard.
Tut sich jedoch am Rechner gar nichts mehr, hilft hier nur noch das Aufspielen eines neuen BIOS mit einem EEPROM-Brenner oder ein komplett neuer BIOS-Chip. Teilweise übernehmen die Mainboardhersteller diese Aufgaben; falls nicht, gibt es auch einige eigenständige Firmen, die diese Arbeit gerne gegen eine kleine Gebühr übernehmen, wie z.B. die Firma Segor (http://www.segor.de) in Berlin. Mit einer Suchmaschine finden sich evtl. auch Firmen in örtlicher Nähe.

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