Schrift:
n m g
 

Kaufberatung Festplatten

Die mittlere Datentransferrate einer Festplatte spiegelt die zu erwartende Leistung beim Lesen und Schreiben von Dateien wider. 3,5-Zoll-Festplatten erreichen üblicherweise Werte zwischen 45 und 50 MByte/s. 2,5-Zoll-Laufwerke leisten rund 25 MByte/s und die kleinen 1,8-Zoll-Produkte kommen immerhin noch auf 15 MByte/s. Denn: Je kleiner der Durchmesser der Magnetscheiben ausfällt, desto weniger Sektoren und damit gespeicherte Informationen lassen sich pro Kreissegment lesen und das geht zu Lasten der Performance.
Das bedeutet im Umkehrschluß: auch die Frequenz, mit der die Magnetscheiben rotieren, beeinflusst die Leistung. Bei einer höheren Drehzahl wird auch der Schreib-/Lesekopf des Festplatten-Arms schneller über dem angeforderten Sektor positioniert, die Zugriffszeit ist niedriger. Während im 3,5-Zoll-Bereich 7200 Umdrehungen pro Minute (Upm) üblich sind, begnügen sich Notebook-Laufwerke mit Werten von 4200 Upm oder 5400 Upm.
Wer viel Speicherplatz für wenig Geld sucht, kann sich am Preis und an der Speichergröße orientieren. So kostet eine 160 GByte IDE-Festplatte etwa 85 Euro. Das macht rund 0,53 Euro pro GByte. Eine 300-GByte-Platte für ca. 230 Euro kommt auf einen GByte-Preis von etwa 0,76 Euro. Natürlich sollten Sie auch hier wichtige Eckdaten wie die Geräuschpegel oder Zugriffszeiten nicht ganz außer Acht lassen.

 

weiter zu SchnittstellenRangliste aktueller Festplatten

 

weiter zu SchnittstellenSchnittstellen

weiter zu Cache-GrößeCache-Größe

weiter zu Notebook-FestplattenNotebook-Festplatten

weiter zu Externe FestplattenExterne Festplatten

weiter zu Empfehlenswerte FestplattenEmpfehlenswerte Festplatten

 

 

Schnittstellen

Die moderne Serial-ATA-Schnittstelle arbeitet im Gegensatz zum weit verbreiteten IDE mit seriellen Datenleitungen. Theoretisch arbeiten S-ATA-Festplatten daher schneller. Derzeit handelt es sich bei den erhältlichen Platten allerdings um IDE-Modelle, die lediglich einen Converter-Chip nutzen, um die seriellen Daten in parallele umzusetzen und umgekehrt. Außerdem sind die meisten Platten nicht in der Lage, einen Datenstrom von 150 MByte/s zu liefern. Selbst die Raptorplatten von Western Digital mit 10000 Upm kommen nur auf eine Transferraten von etwa 62 MByte/s. In der Praxis unterscheiden sich die Übertragungsraten daher kaum von denen der reinrassigen IDE-Kollegen. Der Controller-Chip, der übrigens auch auf dem Mainboard als Übersetzer vorhanden sein muss, verteuert die Platten um ca. zehn Euro. Besitzen Sie ein älteres Mainboard ohne S-ATA-Controller, bleiben Sie bei IDE-Platten. Sie sind günstig, schnell und zuverlässig. Ein zusätzlicher S-ATA-Controller in Form einer Steckkarte macht nur aus Kompatibilitätsgründen Sinn, denn die Übertragungsrate des PCI-Bus bremst den Controller aus.

Videofilmer benötigen Platten mit viel Speicherplatz. Für einen Spiele-PC muss die Festplatte nicht nur groß sein, sondern auch schnell, damit Spiele komplett installiert werden können und schneller laden. Wer dem PC eine zweite Festplatte gönnen möchte, muss lediglich auf ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis achten. Die Marke ist fast egal.

Cache-Größe

Die Größe des Zwischenspeichers einer Festplatte kann bei einzelnen Platten vernachlässigt werden. Interessant ist ein großer Cache von zwei oder acht MByte nur in RAID0-Umgebungen. Zwei identische Festplatten kommen über diesen Verbund auf gesteigerte Datentransferraten. Je größer der Cache ausfällt, desto flexibler kann mit den Festplatten hantiert werden, merklich schneller sind sie aber nicht.

Notebook Festplatten

Mit einer neuen Festplatte haben Sie nicht nur mehr Platz für Ihre Dateien. Moderne Festplatten laufen häufig auch schneller, ohne dass der Geräuschpegel steigt. Festplatten fürs Notebook sind jedoch deutlich teurere als die PC-Varianten. Achten Sie beim Kauf einer Notebook-Platte darauf, dass sie dieselbe Bauhöhe wie die Original-Festplatte aufweist. Es gibt 2,5-Zoll- und vermehrt schmalere 1,8-Zoll-Modelle am Markt. Preislich liegen die Notebook-Platten wegen der kompakteren Bauform deutlich über den Festplatten-Modellen. 60 Gbyte gibt es hier ab rund 140 Euro.

Externe Festplatten

Für alle gängigen Festplatten gibt es externe Gehäuse mit USB- oder Firewire-Anschluss. In diese wird die neue Platte eingebaut. Über ein Netzteil werden die Festplatten-Rahmen dann mit Strom versorgt. Es gibt es auch komplette Kits mit eingebauter Festplatte und allen benötigten Anschlüssen , meist noch mit zusätzlichen Treibern und Software die z.B.das Backup erleichtern (z.B. Maxtor One Touch Backup).

zum Seitenanfangzurück zum Seitenanfang


Empfehlenswerte Festplatten

Generell gilt: Gute Leistung gibt es mit fast jeder Festplatten-Familie unabhängig vom Formfaktor.
Samsungs Spinpoint P120 IDE mit 200 oder 250 GByte ist mit 1,7 Sone in Ruhe fast schon ein Flüsterer und bietet mit 58,2 MByte/s eine sehr gute Transferrate. Geringfügig teurer ist die S-ATA Version der Samsung Spinpoint 120-Serie. Auch diese Platten bieten 200 oder 250 GByte Kapazität, die S-ATA-Platte ist mit maximal 29,6db(A) Sone im Betrieb eine der leisesten Platten, obwohl sie mit 7.200 U/Min arbeitet.
Die Maxtor DiamondMax Plus 10 aus dem IDE-Lager bietet sehr gute Transferraten und Zugriffszeiten. Sie hat eine Kapazität zwischen 160 und 300 GByte und dreht mit schnellen 7.200 U/Min. Flüsterleise sind diese IDE Platten aber nicht, machen sie sich doch mit 34,1db(A) im Betrieb bemerkbar.
Auch die Hitachi Deskstar 7K250 mit S-ATA-Anschluss gibt es zwischen 80 und 250GB und ist mit 31 db(A) im Betrieb dennoch nicht laut.

300GB und mehr bieten die Seagate Barracuda 7200.8-Serie, die sich ebenfalls durch ein geinges Betriebsgeräusch von 31 db(A) auszeichnet, etwas lauter geht es mit der Maxtor-Maxline III-Serie zu (250 und 300GB, 35db(A)), diese Platten werden jedoch locker nochmals von den Western Digital-Caviar Platten (40-25GB, 36 db(A)) übertönt.

Wer mehr als 300GB Festplattenspeicher benötigt, sollte zur Zeit zur Seagate Barracuda 7200.9-Serie greifen (300, 400 und 500GB, 34,9db(A)).


10.000 U/Min bietet derzeit nur das S-ATA-Lager. Nur wer auf maximale Performance aus ist, greift zu der 3,5-Zoll WD Raptor-Reihe. Allerdings erfordern lediglich spezielle Anwendungen das Hantieren mit mehreren hundert MByte großen Bildern in Photoshop und Konsorten derart viel Leistung. Die Western Digital Raptor WD740GD mit 73,4 GByte bietet eine Transferrate von ca. 62 MByte/s, sie wird nur noch von der Western Digital Raptor WD1500ADFD mit 150 GB mit einer Transferrate von ca. 74 MByte/s geschlagen. Auch die Lautstärke im Betrieb konnte Western Digital beim 150GB-Modell auf erträgliche 32,6 db(A) dämpfen.


Bei den Notebookfestplatten zeigt die Toshiba GAS mit 100 GB neben einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis auch sehr gute Leistungsdaten und ist darüber hinaus angenehm leise. Leiser und schneller sind die Platten der Western Digital Scorpio Reihe (40-80GB). Wer 120 GB benötigt, hat die Wahl zwischen der Seagate Momentus 5400.2 und Fujitsu MAV-AT (4200 rpm) oder MAV-AH (5200 rpm) Festplatten.

 

 

 

 

Kaufberatung zu anderen Komponenten:

Mainboardweiter zu Kaufberatung Mainboards
Grafikkarteweiter zu Kaufberatung Grafikkarten
Festplatteweiter zu Kaufberatung Festplatten
DVD-Brennerweiter zu Kaufberatung DVD-Brenner
Prozessorkühlerweiter zu Kaufberatung Prozessorkühler


zurück zum Hardware-Lexikonzurück zu Hardwareguide

 

 

 

 

 

Service-Partner

Zur Zeit stehen Ihnen mit unserem Hardwareguide folgende Rubriken Artikel zur Verfügung:

weiterProzessoren
weiterMainboards
weiterGrafikkarten
weiterRAM
weiterFestplatten & RAID-Systeme
weiterCD-Rom/CD-Brenner
weiterDVD-ROM/DVD-Brenner

Wir bringen Lichts in Dunkel

 

Service-Partner
Qualitätsmerkmale und Bestenlisten der wichtigsten PC-Komponenten:

weiterGrafikkarten
weiterMainboards
weiterProzessorkühler
weiterFestplatten
weiterDVD-Brenner