Datentransferrate
Die mittlere Datentransferrate einer Festplatte spiegelt die zu erwartende Leistung beim Lesen und Schreiben von Dateien wider. 3,5-Zoll-Festplatten erreichen üblicherweise Werte zwischen 45 und 50 MByte/s. 2,5-Zoll-Laufwerke leisten rund 25 MByte/s und die kleinen 1,8-Zoll-Produkte kommen immerhin noch auf 15 MByte/s. Denn: Je kleiner der Durchmesser der Magnetscheiben ausfällt, desto weniger Sektoren und damit gespeicherte Informationen lassen sich pro Kreissegment lesen und das geht zu Lasten der Performance.
Die Übertragungsgeschwindigkeit bei Festplatten hat sich in den letzten Jahren rasant gesteigert. Das führte aber teilweise zu Problemen, denn die Geschwindigkeitssteigerungen wurden durch eine Erhöhung der Taktfrequenz auf dem IDE bzw. SCSI-Bus erreicht. Dadurch wurde die Gefahr durch elektrische Störungen größer. Deshalb ist die maximale Kabellänge immer geringer Geworden. Durften IDE-Kabel vor 8 Jahren über einen Meter lang sein, so sollte man moderne IDE-Festplatten nur an Kabel anschließen, die nicht länger als 45 cm sind. Auch serielle S-ATA-Kabel sollten nicht länger als einen halben Meter sein. Bei SCSI wurde die Geschwindigkeit zwar auch durch Takterhöhungen realisiert, allerdings kam dazu eine Verdopplung der Busbreite von 8 auf 16 Bit (Wide-SCSI). Im gleichen Zuge wurde dabei auch die Abschirmung der Kabel verbessert. Mit der neuesten Technik (Ultra2-Wide) wurde die Signalqualität nochmals verbessert, so dass trotz erneuter Taktverdopplung auch die maximal zulässige Kabellänge vergrößert werden konnte.
Zugriffszeit
Die Zugriffszeit ist die Zeit, die benötigt wird, um die angeforderten Daten zu lesen. Sie setzt sich zusammen aus der Zeit, die die Platte braucht, bis die richtige Stelle beim Lesekopf angekommen ist und der Zeit, die der Lesekopf benötigt, um zur richtigen Spur auf der Platte zu gelangen. Die mittlere Zugriffszeit liegt bei modernen Festplatten bei ca. 3,5 bis 11 ms.
Übertragungsprotokolle
Die Übertragungsprotokolle haben wenig mit der
eigentlichen Übertragungsrate einer Festplatte
zu tun, sie zeigen nur, wie viele Daten theoretisch
über die Schnittstelle transportiert werden könnten.
Die reale Datenübertragungsrate hängt viel
mehr davon ab, wie schnell die Scheiben mit den Daten
rotieren und wie dicht die Daten auf ihnen gepackt
sind. Je dichter die Daten gepackt sind und je höher
die Umdrehungszahl ist, desto schneller können
die Daten übertragen werden. Bei Festplatten für
durchschnittliche Rechner sind 7200 U/min üblich,
bei High-End-Systemen werden aber auch Festplatten
mit 10 000 oder gar 15000 U/min eingesetzt, während
die langsameren Platten mit 5400 U/min am Aussterben
sind. Man muss dabei aber beachten, dass hohe Umdrehungszahlen
auch zu einer starken Lärmbelästigung und
Hitzeentwicklung führen.
Neben der reinen Datenübertragungsrate ist die
durchschnittliche Zugriffszeit ein weiteres Kriterium
für die Geschwindigkeit einer Festplatte. Die
Zugriffszeit ist die Zeit, die benötigt wird,
um die angeforderten Daten zu lesen. Sie setzt sich
zusammen aus der Zeit, die die Platte braucht, bis
die richtige Stelle beim Lesekopf angekommen ist (also
im Durchschnitt eine halbe Plattenumdrehung), was wiederum
von der Umdrehungsgeschwindigkeit abhängt, und
der Zeit, die der Lesekopf benötigt, um zur richtigen
Spur auf der Platte zu gelangen.
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