Unterschiede zur CD
Um mehr Daten auf einem gleich großen Medium
unterzubringen, haben die Entwickler zwei entscheidende Änderungen
vorgenommen: Sie verkleinerten zum einen die Pits und
rückten sie näher zusammen, zum anderen verteilten
sie die Daten auf bis zu vier übereinander liegende
Ebenen.
Um die kleineren Pits lesen zu können, wurde die
Wellenlänge des Lasers verkürzt. Eine DVD-ROM
tastet ein roter Laser mit einer Wellenlänge von
650 nm oder 635 nm ab. Eine CD-ROM liest ein infraroter
Laserstahl mit 780 nm. Zusätzlich verbesserte
man die Auflösung der Leseoptik. Das Auflösungsvermögen
von Linsen beschreibt die numerische Apertur. Sie wurde
von 0,45 (CD) auf 0,6 (DVD) erhöht. Dadurch kann
der Laserstrahl die kleineren Pits abtasten, die auf
einer schmaleren Spur liegen. Gegenüber einer
CD verringerte sich der Spurabstand um mehr als die
Hälfte von 1,6 Mikrometer auf 0,74 Mikrometer
bei einer DVD.
Durch die höhere Datendichte machen Kratzer und
Fingerabdrücke bei einer DVD mehr Daten unlesbar
als bei einer CD. Deshalb nahmen die Entwickler Abschied
von der EFM-Modulation der CD und verbesserten die
Fehlerkorrektur CIRC ( Cross Interleave Reed-Solomon-Code.
Verfahren zur Korrektur von Fehlern. Einzelfehler werden
durch Paritätsprüfungen korrigiert und Flächenfehler
durch das Cross Interleaving (Umverteilung von Daten)
zu Einzelfehlern entschärft. )
Für die DVD einigte sich das DVD-Forum auf die
fehlertolerantere 8/16-Modulation und die aufwendigere
Fehlerkorrektur Reed-Solomon Product-Code.
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