Herstellungsverfahren
Die Produktion der DVD beginnt mit der Herstellung des Glasmasters. Hierzu wird die Information vom Premaster, meist ein DLT-Tape oder eine DVD-R(A), ausgelesen. Ein blauer Laser belichtet einen Fotolack, der sich auf einer Glasscheibe befindet. Die belichteten Stellen werden ausgewaschen. In galvanischen Bädern wächst eine Folie aus Nickel auf der Glasscheibe auf. Daraus entstehen die Spritzgussformen (Matrizen), die als Stamper für alle Pressungen dienen.
Ein Polycarbonat z.B. Makrolon wird in Form von Granulat in Spritzgießmaschinen auf 320 bis 350 °C erwärmt und in die Form gepresst. Daraus entstehen die durchsichtigen DVD-Hälften, die bereits jetzt die Daten in Form von Pits und Lands enthalten. Danach wird die zu lesende Seite mit Metall beschichtet.
Das Auftragen bezeichnet man als Metallisierung ("Metallising").
Ein starkes elektrisches Feld erzeugt dazu an einer
Kathode ein Aluminium-Plasma. Das Aluminium schlägt
sich dann als spiegelnde Schicht auf dem Substrat nieder.
Eine Animation dieser Sputtertechnik, die den prinzipiellen
Vorgang verdeutlicht, finden Sie auf den Seiten des
Institut für Mikrotechnologie der Uni Hannover.
Auftragen der Datenebenen
Bei einer DVD-5 und DVD-10 dient Aluminium als Reflektor. Eine DVD-9 besitzt zwei Datenebenen, die ein Laserstrahl von einer Seite aus lesen kann. Dazu muss die erste Reflektionsschicht halbdurchlässig sein, die zweite vollreflektierend. Als vollreflektierender Layer wird Aluminium auf eine Halbseite aufgetragen. Die semireflektierende Ebene besteht in der Regel aus Gold (Au) oder Silizium (Si) und wird auf die zweite Halbseite aufgetragen. Wird Silizium mit Kohlenstoff kombiniert (SiC), liegt die Stärke der Schicht zwischen 13 und 16 nm. Wird Silizium in Kombination mit Stickstoff auf die DVD gebracht, ist die Informationsschicht zwischen 28 und 32 nm dick.
Beide Layer werden durch ein "Spacer" getrennt. Da sich beide Datenebenen bei einer DVD-9-Produktion auf unterschiedlichen Halbseiten befinden, erfüllt die Trennschicht zugleich die Funktion des Klebematerials. In der Produktion wird zwischen die rotierenden Halbseiten durch eine hohle Nadel UV-Kleber eingespritzt. In einer Zentrifuge verteilt sich dieser gleichmäßig durch die schnelle Drehung. Dabei wird der überflüssige Klebstoff herausgeschleudert. Die verklebte DVD härtet unter UV-Licht-Bestrahlung aus ("UV Bonding"). Anschließend wird die DVD geprüft, im Siebdruck mit maximal 3 Farben oder im Offsetdruck mit 4 bedruckt und in Hüllen verpackt.
Dieser Artikel:
Geschichte der DVD![]()
Unterschiede zur CD![]()
Technische Daten![]()
DVD-Formate![]()
Herstellungsverfahren![]()
Das optische System![]()
Datencodierung![]()
Brennen![]()
Lightscribe und Labelflash![]()
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