DVD-Formate
DVD-5, DVD-10
Die DVD besteht aus zwei miteinander verklebten Halbseiten. Unterseite und Oberseite sind jeweils 0,6 mm dick und tragen je ein oder zwei Informationsschichten. Die offizielle Spezifikation für DVD-ROMs mit 120 mm wurde von der ECMA standardisiert und 1999 von der ISOübernommen. Sie unterscheidet 4 DVD-Typen.
DVD-5: Eine DVD-5 speichert laut Herstellerangabe
bis zu 4,7 GByte. Sie besteht zu einer Hälfte
aus einem Trägermaterial - meist ein Polycarbonat
wie Makrolon -, auf das eine Aufzeichnungsschicht (
Layer) aus Aluminium gedampft (gesputtert) ist. Zur
anderen Hälfte besteht sie aus einem Dummy-Substrat.
DVD-10: Die nominelle Kapazität der DVD-10 beträgt
9,4 GByte. Das Medium besitzt auf beiden Oberflächen
Aufzeichnungsschichten mit Trägermaterial. Um
beide Seiten der DVD abzuspielen, muss sie im Wiedergabegerät
gewendet werden.
Die Kapazität der Medien rechnen Hersteller zur
Basis 10. Dabei entspricht 1 KByte 1000 Byte. Eine
DVD-5 mit 4,7 GByte Speichervolumen fasst 4,37 GByte
in binärer Zählweise. zum
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DVD-9, DVD-18
Die einseitige DVD-5 und die zweiseitige DVD-10 speichern
Informationen auf einer Datenebene pro Seite. Eine
DVD-9 und eine DVD-18 verfügen über zwei übereinander
liegende Datenschichten auf einer Halbseite, auf denen
die Informationen Platz finden.
DVD-9: Sie kann bis zu 8,5 GByte speichern. Sie besitzt
zwei Datenebenen, die ein Laserstrahl nacheinander
lesen kann, ohne dass die DVD gewendet werden muss.
Dazu muss die erste Datenebene halbdurchlässig
sein, die zweite vollreflektierend. Als vollreflektierende
Schicht wird Aluminium auf eine Halbseite aufgetragen.
Die semireflektierende Ebene besteht in der Regel aus
Gold (Au) oder Silizium (Si) und wird im Presswerk
auf die zweite Halbseite aufgetragen.
Die halbdurchlässige Schicht bezeichnet man als
Layer 0. Sie liegt der Leseoberfläche näher
als die vollreflektierende Datenebene Layer 1. In der
Praxis wird Layer 1 in das Dummy-Substrat eingeprägt.
Die Klebeschicht erfüllt die Funktion der Trennschicht
(Spacer) zwischen beiden Datenebenen. Zum Lesen der
verborgen liegenden Datenebene kann der Laser durch
das semitransparente Material auf die darunter liegende
Aufzeichnungsschicht fokussieren.
DVD-18: Auf einer DVD-18 lassen sich nominell bis zu
17,0 GByte speichern. Jede Hälfte einer DVD-10
besteht aus zwei Trägerschichten und jede enthält
zwei Aufzeichnungsschichten, die durch eine dünne
Schicht getrennt sind. Vereinfacht gesagt ist die DVD-18
eine Kombination zweier DVD-9-Hälften. Zum Lesen
beider übereinander liegenden Datenebenen auf
einer DVD-Seite kann der Laser durch das semitransparente
Material auf die darunter liegende Aufzeichnungsschicht
fokussieren. Für das Lesen der zweiten DVD-Seite
muss das Medium wie eine DVD-10 gewendet werden.
Den Aufbau bestimmen die Reflektionseigenschaften der
verschiedenen DVD-Typen. DVDs mit nur einer Datenschicht
(DVD-5, DVD-10) reflektieren zwischen 45 und 85 Prozent
des eintreffenden Lichts. Die DVD-9 und DVD-18 reflektieren
nur zwischen 18 und 30 Prozent.
Neben den von 1997 spezifizierten DVD-Typen wurden
weitere DVD-Varianten entwickelt. Zwei der neuen Produkte
sind die DVDPlus und DVD-14. Die DVD-Plus vereint die
bekannte CD- mit der DVD-Technologie. Eine Seite ist
eine übliche (Audio-) CD. Sie ist mit der Halbseite
einer DVD-5 verklebt. Bei der DVD-14 kombiniert man
die Halbseite einer DVD-5 mit der Halbseite einer DVD-9.
So besitzt das Medium insgesamt drei Informationsschichten.
Mit ihr schließt sich die Speicherlücke
zwischen einer DVD-9 und einer DVD-18.
Dieser Artikel:
Geschichte der DVD![]()
Unterschiede zur CD![]()
Technische Daten![]()
DVD-Formate![]()
Herstellungsverfahren![]()
Das optische System![]()
Datencodierung![]()
Brennen![]()
Lightscribe und Labelflash![]()
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