DVD-Datencodierung
Aus Gründen der Datensicherheit folgen die Informationen einer DVD nicht sequenziell aufeinander. In einem aufwendigen Prozess werden zusammengehörige Datenpakete über die DVD verteilt. Im Folgenden erklären wir, wie die Nutzdaten in verschiedenen Stufen formatiert werden, bis sie letztendlich auf einer DVD "liegen".
Datenframes
Im ersten Schritt werden die Informationen in einem Datenframe zusammengefasst. Jedes Datenframe besteht aus 2064 Byte. Diese sind in 12 Reihen zu je 172 Byte angeordnet. In der ersten Reihe befinden sich 160 Byte Nutzdaten. Ihnen ist ein Header von 12 Byte vorangestellt. Dessen erste 4 Byte enthalten Informationen zum Beispiel über die Anzahl der Layer und die Reflektionseigenschaften der DVD sowie die Art der Daten ("read-only", Lead-in, Lead-out, Mittelzone, Datenbereich).
Reed-Solomon Product-Code
Insgesamt besteht jedes Frame aus 2048 Byte Nutzdaten. Die 2048 Byte folgen nicht sequenziell aufeinander, sondern liegen zerstückelt vor. Die Verteilung übernimmt ein Feedback-Shift-Register. Auf den Seiten der Princeton University finden Sie ein kleines Java Applet, das die Funktionsweise eines solchen Registers veranschaulicht.
ECC-Block
Die Daten werden durch Fehlerkorrekturcode
verschlüsselt, der unter und hinter die zusammengefassten
Frames geschrieben wird.
Im nächsten Schritt wird der ECC-Block gebildet.
Dazu werden 16 aufeinander folgende Frames zusammengefasst.
Sie sind in 192 Reihen zu je 172 Byte angeordnet. Es
entstehen 172 Spalten. An jede der 172 Spalten werden
in 16 Zeilen 16 Byte des so genannten Parity of Outer
Code ( PO) geschrieben. Aus den 192 Reihen der Frames
und den 16 Reihen des PO sind nun insgesamt 208 Reihen
entstanden. An diese hängt sich der Parity of
Inner Code ( PI) mit 10 Byte an. PO und PI dienen zur
Fehlerkorrektur. Die Verschlüsselung der eigentlichen
Daten (192 Zeilen mal 172 Spalten) in letztendlich
208 Zeilen mal 182 Reihen nennt man Reed-Solomon Product-Code
(RS-PC). Für die Ver- und Entschlüsselung
der Daten ist ein spezieller RS-PC-Chip im Laufwerk
zuständig. zum
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Recording Frame
Im nächsten Schritt entstehen so genannte Recording
Frames. Ausgangspunkt ist der ECC-Block, der aus 16
Datenframes zu je 12 Zeilen und den Fehlerkorrekturdaten
Parity Inner (PI) und Parity Outer (PO) besteht. Ein
Recording Frame entsteht indem man nach 12 Reihen Daten
und PI jeweils eine der 16 Reihen des PO setzt. Dadurch
entstehen aus den 37856 Byte eines ECC Blocks 16 Recording
Frames mit je 2366 Byte. Jeder Recording Frame besteht
aus einer Anordnung von 13 Reihen, wobei jede Reihe
182 Byte umfasst. zum
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8/16-Modulation
Jedes Byte des Recording Frames besteht aus 8 Bit.
Diese werden nun in 16 Bit breite Wörter (Code
Words) umcodiert. Bei dem verwendeten Code stehen zwischen
zwei Einsen mindestens zwei und höchstens 10 Nullen.
Mit Hilfe einer Übersetzungstabelle ("Main
Conversation table") und einer Ersetzungstabelle
("Substitution table") werden die Daten moduliert
und können später anhand der Tabellen wieder
rekonstruiert werden.
Für jedes 8-Bit-Byte enthält die Übersetzungstabelle
das zugehörige Code Word und einen Verweis auf
das nächste zu ver- oder entschlüsselnde
Byte. Im letzten Schritt werden die 16 Bit breiten
Wörter in die NRZI-Form gewandelt und als Channel-Bits
auf die DVD geschrieben.
Dieser Artikel:
Geschichte der DVD![]()
Unterschiede zur CD![]()
Technische Daten![]()
DVD-Formate![]()
Herstellungsverfahren![]()
Das optische System![]()
Datencodierung![]()
Brennen![]()
Lightscribe und Labelflash![]()
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