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AMD Sempron

AMD stellte im Juli 2004 die ersten Mitglieder der Anfang Juni angekündigten Prozessor-Familie Sempron der Öffentlichkeit vor. Zielmarkt sind preiswerte Desktop-Rechner und Notebooks, die häufig mit Intels Prozessoren der Celeron-Baureihe bestückt sind. Die Eigenschaften des lateinischen Wortes semper ("immer", "jederzeit" oder "stets", "durus" für "hart" oder "ausdauernd") mögen ein Grund für die Namensgebung dieser neuen CPU-Familie gewesen sein, die Namensähnlichkeit mit dem direkten Konkurrenten ein anderer.

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weiter zu Athlon XP Thoroughbred AAMD Sempron für Sockel 754

weiter zu Athlon XP Thoroughbred AAMD Sempron mit 64Bit (E6-Stepping)

weiter zu Technische Daten der AMD Athlon XP-ProzessorenTechnische Daten der AMD Athlon XP-Prozessoren

 

Die Sempron-Prozessoren gibt es für Sockel A und Sockel 754. Die ersten Sempron für den Sockel A waren herkömmliche Athlon XP mit Thoroughbred-Kern, später gab es noch eine Version mit Barton-Kern. Die Sempronprozessoren für Sockel 754 gab es mit Paris und anschließend mit den in 90 nm gefertigten Oakville-Kern, der später mit der Integration von Intels SSE3 durch den Palermo-Kern ersetzt wurde.

Ähnlich wie beim Athlon 64 kommt ein Quantispeed-Rating zum Einsatz, das auf der Basis einiger von AMD spezifizierter Benchmarks eine Einordnung der Leistungsfähigkeit ermöglichen soll. Die für den Sempron verwendeten Benchmarks Business Winstone, Content Creation Winstone und Bapco Sysmark 2004 stellen aber nur eine Teilmenge der beim Athlon 64 verwendeten Benchmarks da. Die Quantispeed-Ratings lassen sich nicht familienübergreifend für Vergleiche nutzen, ein Sempron 3100+ ist also nicht automatisch schneller als ein Athlon 64 3000+ oder 2800+.(Weiteres zu Taktfrequenzen und Rating ist bei AMD unter der Suchnummer 20734 als PDF zu finden (Seite 30 Kapitel 3 Tabelle 7+8 ). AMD Processor Recognition Application Note)
Im Februar 2005 erschienen die in 90 nm gefertigten und bisher als Mobile Semprons 2600+, 2800+ und 3000+ bekannten Prozessoren auch für den Desktopmarkt. Mit der Einführung der günstigen Semprons für Sockel 754 will AMD die Akzeptanz dieser Plattform weiter fördern. Der Sempron konkurriert mit dem Celeron von Intel um Marktanteile im Low-Cost Markt. Dort kommen häufig Chipätze mit integrierter Grafik zum Einsatz. Bisher hatten nur VIA und SiS solche für den Sempron oder den Athlon 64 im Programm. Deren Leistung bleibt bei 3D-Anwendungen und Spielen jedoch hinter denen aktueller Intel-Chipsätze zurück. Dieses Manko soll der ATI-Chipsatz Radeon Xpress 200 für die AMD-Prozessoren ausgleichen.

Sempron für Sockel A

Die ersten Sempron für den Sockel A waren herkömmliche Athlon XP mit geringer Tacktung mit Thoroughbred-Kern. AMD vermarktete diese Prozessoren einfach unter dem Namen Sempron, um zu vermeiden das der Name Athlon XP zu einem Synonym für günstige Einsteigersysteme wird.

Auch die technischen Daten zeigen, das es sich um einen Thoroughbred-Athlon XP handelt: 0,13µm-Technologie, 256 KB L2-Cache und Sockel A. Der L1-Cache beträgt 128 KB. Die V-Core wurde etwas reduziert, die Sempron-Modelle wurden mit 1,60V anstatt der 1,65V der XP-Prozessoren betrieben. Im Oktober 2004 brachte AMD dann noch einen Sempron 3000+ für Sockel A mit 2000 "echten" MHz, Barton-Kern und 512 kb L2-Cache auf den Markt. Mit dieser Entwicklung verlor der vom Duron/Athlon/Athlon XP her bekannte Sockel-A weiter an Bedeutung. Im Februar 2005 sind dann auch die bisherigen Athlon-XP-Topmodelle 2800+, 3000+ und 3200+ aus der Preisliste verschwunden und durch Sempron-Modelle ersetzt worden.

Ein Sockel-A-Sempron funktioniert in praktisch jeder Sockel-A-Platine, sobald 166 MHz Systemtakt (FSB333) unterstützt werden. Manchmal ist nicht einmal ein BIOS-Update notwendig.

Im April 2005 wurde dann der Vertrieb von Sempron-Modelle mit Sockel A in Europa ganz eingestellt, wird aber in den wirtschaftlich schwächeren Zonen weiter vertrieben. Dass dieser Schachzug als klug gelten darf wird beim Blick auf Entwicklungsmärkte wie China oder Länder in Südamerika klar: Hier dominieren Low-Cost-Computer, so dass AMD in diesen Ökonomien die größten Stückzahlen absetzen kann. Großen Anteil daran haben außerdem zahlreiche noch verfügbare Sockel-A-Hauptplatinen, deren Chipsätze aufgrund des bis zum nächsten Jahr bevorstehenden Aussterbens dieser Plattform konkurrenzlos günstig sind.

Sempron für Sockel 754

Gleichzeitig mit den ersten Sempron für Sockel A gab es den Sempron 3100+ (mit 68,5 Millionen Transistoren) mit integriertem Single-Channel-PC3200-Speicherinterface für den Sockel 754.

Der Sempron für Sockel 754 prfofitiert von den Anlagen der AMD64-Architektur. Als erstes wäre der integrierte DDR400-Speichercontroller zu nennen, der aufgrund seines hohen Arbeitstempos (Prozessortakt) viel effizienter zu Werke gehen kann als die sonst auf dem Chipsatz platzierte Logik. Unterstützung für den SSE2-Befehlssatz gibt es ebenfalls nur beim Sockel 754, allerdings nicht mehr im Sockel A. Zu guter Letzt ist die Aufrüstoption auf einen Athlon 64 noch ein starkes Argument, das für den Sockel 754 und gegen Sockel A spricht.

Der erste Sempron für Socckel 754 besaß den Paris-Kern mit 256kb L2-Cache. Die neuen Versionen für den Sockel 754 sind sehr nah mit dem Athlon 64 verwandt und unterstützen daher auch SSE2 und das NX-Bit (auch bekannt als "No-Execution-Technology" / "Enhanced Virus Protection").

Mitte Februar 2005 hatte AMD nach der Einführung neuer Opteron-CPUs seine Preisliste aktualisiert und dabei auch neue Sempron-Prozessoren ins Programm aufgenommen. Wie beim Athlon 64 kamen auch beim Sempron nun in 90 nm-Technologie gefertigte Kerne zum Einsatz. Die Sempron-Prozessoren 2600+, 2800+ und 3000+ erhielten den vom Mobile Athlon 64 bekannten Oakville-Kern. Entgegen der AMD-Roadmap handelt es sich nicht um Palermo-Kerne, auch wenn diese Prozessoren bei vielen Anbiertern als solche gelistet wurden. Eine offizielle Einführung der Prozessoren gab es nicht. Der L2-Cache dieser Kerne beträgt entweder 256 KByte oder 128 KByte.

Echte Palermo-Kerne kamen dann im April 2005 auf den Markt. Diese unterstützten dann Intels SSE3-Technologie. Oakville- und Palermo-Kerne unterstützen Cool'n'Quiet ab Modell 3000+.

64-Bit Sempron

AMD64 war bis Mitte 2005 dem Athlon 64 vorbehalten. Zu diesem Zeitpunkt sah sich AMD durch Intels Celeron mit EM64T unter Druck gesetzt, auch im unteren Preissegment CPUs mit 64bit-Unterstützung anzubieten. Deshalb werden seit Juli 2005 zusätzlich auch Sempron-CPUs (ab Sempron 3000+ mit Stepping E6) mit aktivierten AMD64 für Sockel 754 verkauft.

Doch auch die Zukunft dieser Plattform ist beschlossene Sache: Sockel 754 wird zugunsten von Sockel 939 und Sockel M (Mitte 2006) verschwinden. Damit steht auch fest, dass die nächste Sempron-Generation über einen Zweikanal-Speichercontroller verfügen wird. Legt man diesen Standpunkt zugrunde, so macht die Investition in Sockel 754 sogar jetzt nur noch bedingt Sinn.

Technische Daten der einzelnen Modelle:

AMD Sempron
Modell FSB-Takt Multi CPU-Kern L2 Cache Cache-Speed Bauweise Max. Temp. Steckplatz V-Core Watt (max.)
Sempron 2200+ (1500Mhz) Hyper-transport 9,0 T`Bred 256 KB 1500 Mhz 0,13 µm ??? Sockel A 1,6V ???
Sempron 2300+ (1583Mhz) 333 Mhz 9,5 T`Bred 256 KB 1583 Mhz 0,13 µm ??? Sockel A 1,6V ???
Sempron 2400+ (1666Mhz) 333 Mhz 10,0 T`Bred 256 KB 1666 Mhz 0,13 µm ??? Sockel A 1,6V ???
Sempron 2500+ (1750Mhz) 333 Mhz 10,5 T`Bred 256 KB 1750 Mhz 0,13 µm ??? Sockel A 1,6V ???
Sempron 2600+ (1833Mhz) 333 Mhz 11,0 T`Bred 256 KB 1833 Mhz 0,13 µm ??? Sockel A 1,6V ???
Sempron 2800+ (2000Mhz) 333 Mhz 12,0 T`Bred 256 KB 2000 Mhz 0,13 µm ??? Sockel A 1,6V ???
Sempron 3000+ (2000Mhz) 333 Mhz 12,0 Barton 512 KB 2000 Mhz 0,13 µm ??? Sockel A 1,6V ???
Sempron 3100+ (1800Mhz) Hyper-transport 9,0 Paris 256 KB 1800 Mhz 0,13 µm ??? Sockel 754 1,4V 89 W
Sempron 2600+ (1600Mhz) Hyper-transport 11,0 Oakville 128 KB 1600 Mhz 90 nm 69°C Sockel 754 1,4V 62W
Sempron 2800+ (1600Mhz) Hyper-transport 12,0 Oakville 256 KB 1600 Mhz 90 nm 69°C Sockel 754 1,4V 62W
Sempron 3000+ (1800Mhz) Hyper-transport 12,0 Oakville 128 KB 1800 Mhz 90 nm 69°C Sockel 754 1,4V 62W
Sempron 3100+ (1800Mhz) Hyper-transport 9,0 Oakville 256 KB 1800 Mhz 90 nm 69°C Sockel 754 1,4V 62W
Sempron 3200+ (2000Mhz) Hyper-transport 9,0 Oakville 128 KB 2000 Mhz 90 nm 69°C Sockel 754 1,4V 62W
Sempron 3300+ (2000Mhz) Hyper-transport 9,0 Oakville 256 KB 2000 Mhz 90 nm 70°C Sockel 754 1,4V 62W
Sempron 2500+ (1400Mhz) Hyper-transport 7,0 Palermo 256 KB 1400 Mhz 90 nm 69°C Sockel 754 1,4V 62W
Sempron 2600+ (1600Mhz) Hyper-transport 8,0 Palermo 128 KB 1600 Mhz 90 nm 69°C Sockel 754 1,4V 62W
Sempron 2800+ (1600Mhz) Hyper-transport 8,0 Palermo 256 KB 1600 Mhz 90 nm 69°C Sockel 754 1,4V 62W
Sempron 3000+ (1800Mhz) Hyper-transport 9,0 Palermo 256 KB 1800 Mhz 90 nm 69°C Sockel 754 1,4V 62W
Sempron 3100+ (1800Mhz) Hyper-transport 9,0 Palermo 256 KB 1800 Mhz 90 nm 69°C Sockel 754 1,4V 62W
Sempron 3300+ (2000Mhz) Hyper-transport 10,0 Palermo 128 KB 2000 Mhz 90 nm 70°C Sockel 754 1,4V 62W
Sempron 3400+ (2000Mhz) Hyper-transport 10,0 Palermo 256 KB 2000 Mhz 90 nm 70°C Sockel 754 1,4V 62W

Quellen:
http://www.amd.com
http://balusc.xs4all.nl.de
http://www.de.tomshardware.com
http://www.pc-erfahrung.de
http://de.wikipedia.org

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