AMD K5 (AMD5K86-xx)
Als Konkurrenz zum klassischen Intel Pentium stellte AMD im März 1996 den K5 vor. Die K5-Prozessoren gab es in Taktraten von 75 bis 166 Mhz.
Tabelle
der AMD K5-Prozessoren
Die Herstellung erfolgte im 0,35 µm Prozess, der Prozessor verfügte über einen 32 KB großen L1-Cache, der L2-Cache saß in Form eines Speicherbausteins auf dem Board.

Der K5 Prozessor von AMD erschien im März 1996. Er wurde für den Sockel 5 und konform zu den Intelchipsätzen 430VX, 430HX und 430TX entwickelt.
Die maximale Verlustleistung betrug zwischen 11,6
Watt und 16 Watt. AMD musste bei der Sockel-5-Plattform
verstärkt auf Intel-Chipsätze (430VX, 430HX,
430TX) zurückgreifen, da keine Alternativen verfügbar
waren.
Der unter dem Codenamen "5K86" bekannte K5
war ein leistungsschwacher Prozessor, da er ohne integrierten
L2-Cache und ohne Befehlserweiterung wie 3dNow! auskommen
musste. Betrieben wurden diese Prozessoren mit einem
Systemtakt von 50 bis 66 Mhz. Mit 4,3 Millionen Transistoren
war die Chiparchitektur ungefähr so komplex wie
bei einem Intel Pentium Prozessor.
Die K5-Prozessoren wurden wie die ersten Pentium-Prozessoren
mit 60 und 66 Mhz ausschließlich für den
Sockel 5-Stecklplatz gebaut und waren somit die schnellste
Lösung für diesen Steckplatz. Betrieben wurden
die K5-Prozessoren mit einer Spannung von 3,3 bis 3,5
V.
Mit dem K5 führte AMD das so genannte Performance
Rating ein, der Produktname gibt keine Auskunft über
die reale Taktfrequenz. Für die Performance ist
seit Erscheinen der Pentium-kompatiblen CPU AMD K5
und Cyrix/IBM 6x86 nicht mehr die interne Taktfrequenz
Maßstab entscheidend.
Mit dem K5 führte AMD das so genannte Performance
Rating ein.Stattdessen wird die Test-CPU mittels dem Testprogramm "Winstone" mit einer Intel Pentium CPU verglichen. So sagt die P-Rating-Angabe "PR166" zum Beispiel aus, dass diese CPU unter Windows mindestens die Leistung einer Intel Pentium 166 MHz erreicht, obwohl sie nur mit 116,7 MHz Taktfrequenz arbeitet. Diese krumme Zahl ergibt sich aus der Busfrequenz von 66 MHz und einer internen Vervielfachung um den ungewöhnlichen Faktor 1,75. Für dieses Teilerverhältnis gibt es natürlich keine Jumperstellung. Erfreulicherweise lassen sich jedoch alle K5 CPUs entsprechend ihres P-Ratings einstellen, so dass man sich um die tatsächliche interne Frequenz nicht kümmern muss.
Technische Daten der einzelnen Modelle
| AMD K5 | ||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Modell | FSB | Multi | Kern | L2-Cache | Cache-Speed | Mikron | Temp | Sockel | V-Core | Watt |
| K5 75 Mhz (PR75ABR) | 50 Mhz | 1,5 | 5k86 | OnBoard | 50 Mhz | 0,35 µm | 70°C | Socket 5 | 3,52V | 11,6 |
| K5 90 Mhz (PR90ABQ) | 60 Mhz | 1,5 | 5k86 | OnBoard | 60 Mhz | 0,35 µm | 60°C | Socket 5 | 3,52V | 13,9 |
| K5 90 Mhz (PR120ABR) | 60 Mhz | 1,5 | 5k86 | OnBoard | 60 Mhz | 0,35 µm | 70°C | Socket 5 | 3,52V | 12,3 |
| K5 100 Mhz (PR100ABQ) | 50 Mhz | 2,0 | 5k86 | OnBoard | 50 Mhz | 0,35 µm | 60°C | Socket 5 | 3,52V | 15,4 |
| K5 100 Mhz (PR133ABQ) | 50 Mhz | 2,0 | 5k86 | OnBoard | 50 Mhz | 0,35 µm | 60°C | Socket 5 | 3,52V | 13,7 |
| K5 100 Mhz (PR133ABR) | 50 Mhz | 2,0 | 5k86 | OnBoard | 50 Mhz | 0,35 µm | 70°C | Socket 5 | 3,52V | 13,7 |
| K5 105 Mhz (PR150ABX) | 52 Mhz | 2,0 | 5k86 | OnBoard | 52 Mhz | 0,35 µm | 65°C | Socket 5 | 3,52V | |
| K5 116 Mhz (PR166ABX) | 66 Mhz | 1,5 | 5k86 | OnBoard | 66 Mhz | 0,35 µm | 65°C | Socket 5 | 3,52V | 16,0 |
Quellen:
http://www.amd.com
http://www.computerlexikon.com
http://www.elektronik-kompendium.de
http://www.pc-erfahrung.de
http://de.wikipedia.org/wiki/AMD_K6
http://de.wikipedia.org/wiki/AMD_K6-2
http://de.wikipedia.org/wiki/AMD_K6-III
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